An alle mit Unverträglichkeiten, die ihre Ernährung umgestellt haben – aber sich noch nicht besser fühlen

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Lange habe ich nach dem Grund gesucht, warum meine Unverträglichkeiten nicht besser werden. Ich war kurz davor aus meiner Ernährung eine Wissenschaft zu machen. Doch noch bevor ich einen Preis dafür bekommen konnte – oder für verrückt erklärt wurde – machte es zum Glück noch Klick.

Doch das hat lange gedauert. Sehr laaaange. 

Schließlich sind meine Verdauungsbeschwerden dank bekömmlichem Essen deutlich besser geworden.

Aber mit Ernährung alleine bin ich auf Dauer nicht weiter gekommen. Und auch viele meiner Klienten essen schon gesund und verträglich, aber quälen sich immer noch mit Durchfall, Blähungen, Verstopfung und Bauchkrämpfen.

Sicher hast du schon mal gehört, dass Stress deine Beschwerden verschlimmern kann. Ich habe davon lange nichts wissen wollen. Wenn dann noch jemand gemeint hat, dass meine Beschwerden doch psychosomatisch sind, habe ich völlig abgeblockt. Tzzz, dachte ich mir abfällig, bei mir ist doch alles in Ordnung. Heute lächle ich nachsichtig über mich.

Denn irgendwann wurde ich gezwungen hinzuschauen und habe gemerkt, dass nicht alles in Ordnung ist. Als ich in meinem Leben ein bisschen aufgeräumt habe, bin ich meine Beschwerden endlich los geworden.

Wenn du auch schon lange mit deiner Ernährung herumexperimentierst, aber deine Beschwerden immer noch da sind, dann schau mal, ob es vielleicht auch in deinem Leben den ein oder anderen Bereich gibt, den du aufräumen kannst.

Hier ein paar Punkte an denen du dich entlang hangeln kannst:

#1 Bewegst du dich?

Bis Ende zwanzig war ich überzeugt, dass ich keinen Sport brauchte. Kein Wunder, wenn ich an Sport dachte, sah ich mich jeden Tag im Fitnessstudio angestrengt Gewichte stemmen, in einem Aerobickurs schwitzen und anschließend noch zwei Stunden im Wald joggen. Mit Spaß hatte das nichts zu tun – und ich hatte über die Jahre keinen Sport gefunden, an dem ich wenigstens etwas Freude hatte. Dabei ist Bewegung gerade mit Unverträglichkeiten enorm wichtig.

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist, aber ich sitze fast den ganzen Tag am Schreibtisch. Dabei wird der Darm zusammen gedrückt. Durch den Druck können Schmerzen entstehen und die Verdauung kann beeinträchtigt werden.

Die gute Nachricht: du musst nicht sofort zum Profisportler werden. Dein Bauch freut sich auch schon über einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause oder am Abend.

Und Sport zu machen heißt nicht, sich jeden Tag im Fitnessstudio einen abzuschwitzen. Nennen wir es doch einfach „Bewegung“. Dazu gehören auch Yoga, Pilates oder Zumba. Heute bin ich überzeugt, dass es für jeden eine geeignete Bewegungsart gibt – finde die richtige für dich.

#2 Bist du entspannt? 

Klar, dachte ich. Ich bin ein entspannter Mensch. Schließlich bekam ich von meinen Freunden und Kollegen immer zu hören, wie ruhig und ausgeglichen ich doch bin.

Tja, wenn die wüssten, wie die Gedanken in meinem Kopf herum geflitzt sind. Und wie viele davon. Die meisten davon haben sich um die Unverträglichkeiten gedreht: Wo kommen sie her? Wie werde ich sie los? Und warum sind sie überhaupt da? 

Wenn du dieses Gedankenkarusell kennst, dann kannst du zwischendurch auch mal eine Portion Entspannung brauchen. Denn wenn dein Kopf unruhig ist, wird dein Bauch es auch.

Schau deshalb wie es dir gelingt dich zu entspannen. Das kann Sport Bewegung sein, ein Spaziergang, ein Bad zu nehmen, zu meditieren … Hauptsache du gönnst deinem gereizten Bauch etwas Ruhe.  

Um meine Gedanken zu sortieren und zu beruhigen meditiere ich inzwischen fast jeden Tag. Die Ruhe in meinem Kopf wirkt sich auch auf meinen Bauch aus. Auch Yoga hilft mir dabei abzuschalten.

#3 Hast du zu viel Stress?

Die meisten denken bei Stress sofort an ihren Job. Und dass sie dort aber nichts ändern können.

Ich weiß, dass es schwierig ist, Stress im Job zu reduzieren. Aber blende das mal kurz aus und sei bitte einen klitzekleinen Moment ehrlich zu dir selbst: Belastet dich dein Job? Könnte er sich negativ auf deine Gesundheit auswirken? Hast du regelmäßig Beschwerden? Bist du oft krank? Hast du keine Energie?

Umso öfter du mit Ja geantwortet hast, desto höher ist wahrscheinlich dein Stresslevel bei der Arbeit.

Und komme jetzt nicht mit dem Argument, dass deine Kollegen deutlich mehr arbeiten als du oder mehr Stress haben als du, weil sie noch Kinder oder Beziehungsprobleme haben.

Erstens: Du weißt nicht, wie es ihnen damit geht und ob sie wirklich mehr als du arbeiten.

Zweitens: Vergleiche dich nicht mit anderen. Jeder hat eine andere Auffassung von Stress. Und du hast eine Unverträglichkeit und wahrscheinlich jeden Tag Verdauungsbeschwerden. Die kosten dich Energie. Und wenn du nicht nach dir schaust, wird es dabei bleiben.

Ich habe den Fehler gemacht und habe die Verdauungsbeschwerden ignoriert, dir mir mein Körper verzweifelt geschickt hatte, damit ich endlich aufwache und sehe, dass es mir in meinem Job schlecht geht.

Wenn du dir immer nur sagst, dass du nichts ändern kannst, werden auch deine Beschwerden bleiben.

Deshalb ist es wichtig, deine Jobsituation genau zu betrachten. Dazu musst du nicht direkt kündigen. Beobachte, wie stark sie dich wirklich beeinträchtigt und wie du dagegen steuern kannst.

Falls du seit über einem Jahr darüber nachdenkst den Job zu wechseln oder dich selbstständig zu machen – tu es! Dein Bauch wird es dir danken und dich mit Ruhe und neuer Energie belohnen.

Geh Du vor”, sagte die Seele zum Körper, “auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.”

“Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben”, sagte der Körper zur Seele.“

Ulrich Schaffer

Als ich dieses Zitat zum ersten Mal las musste ich innerlich nicken.

Genau so ist es. Eine Unverträglichkeit muss nicht unbedingt durch Stress entstehen (kann sie aber). Aber der Körper kann sie nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen, in dem er sie verstärkt.

Darüber habe ich mich anfangs geärgert. Heute bin ich dankbar, dass mein Körper auf mich achtet

#4 Was brauchst du wirklich?

Damals war ich mir sicher, was ich brauche. Also habe ich auf diese Frage selbstsicher und ohne nachzudenken geantwortet: 

Wo ich am liebsten wohne? Mitten in der Stadt.

In welchem Beruf ich am liebsten arbeite? Als Grafikdesignerin.

Wie ich am liebsten arbeite? In einer sicheren Festanstellung.

Wie ich meine freie Zeit am liebsten nutze? Mich mit meinen Lieblingsmenschen treffen, reisen, Yoga machen, laufen, Spaziergänge, ausgehen, lesen, …

Ich hatte mich darauf bezogen, wie ich zu dieser Zeit gelebt hatte. Denn ich war zufrieden damit. Aber nicht mit allem glücklich.

Es war schön in der Stadt zu wohnen – aber ich schlief nicht gut, wenn die Partymeute unter meinem Fenster vorbei zog. Mein Beruf machte mir an sich Freude, aber die geforderte Qualität in kurzer Zeit raubte mir fast meine komplette Energie. Die Festanstellung bot mir die Sicherheit, von der ich dachte, dass ich sie brauche. Meine Freizeit stopfte ich mit Hobbys, Sport und Treffen voll. Dabei kam ich nicht zum Durchzuatmen, was ich dringend brauchte.

Das sind teilweise nur Kleinigkeiten, die aber zusammen für Unruhe und Unzufriedenheit gesorgt hatten, die ich lange nicht zuordnen konnte. 

Auch wenn du gerade zufrieden bist. Schau mal, ob es nicht auch solche Kleinigkeiten in deinem Leben gibt, die dich stören.

Es geht nicht darum, das perfekte Leben ohne Stress und Stolpersteine aufzubauen. Aber wenn sich zu viele Stolpersteine ansammeln, lohnt es sich, die größten aus dem Weg zu räumen. 

Als ich angefangen habe in meinem Leben aufzuräumen, ist in meinem Bauch eine angenehme Ruhe eingekehrt. Ich wohne am Stadtrand, habe mich selbstständig gemacht und räume mir Zeit ein, um Energie zu tanken.

So bekomme ich es auch nicht sofort zu spüren, wenn ich mal etwas Unverträgliches esse.

Schreib in die Kommentare, ob du schon in deinem Leben aufgeräumt hast?

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