Schlingst du noch oder genießt du schon?

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Bewusst essen mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit

Verträglich zu essen ist die eine Sache. Bewusst essen die andere.

Aber mit Unverträglichkeiten besonders wichtig.

Warum? Weil deine Verdauung empfindsam reagiert. Deshalb ist es wichtig, sie zu unterstützen.

Es ist also nicht nur wichtig, was du isst, sondern auch wie du isst.

Vielleicht ahnst du schon, was es nicht ist: Mit dem Handy in der Hand, vor dem Fernseher oder mit dem Laptop auf dem Schoß.

Und wie geht es dann?

Das zeige ich dir in diesem Artikel. Vieles davon weißt du eigentlich. Aber im Alltagsstress ist es einfacher dieses Wissen zu verdrängen. Auch ich blende es aus, wenn ich denke zu wenig Zeit zu haben.

Bewusst essen – So geht’s:

#1 Warum möchtest du essen?

Bewusst essen beginnt schon vor dem Essen.

Bevor du das nächste Mal Hunger hast, frag dich, wie du dich fühlst:

Gestresst von deinem neuen Projekt oder von deiner Unverträglichkeit?

Möchtest du dich belohnen, weil du endlich deine Steuererklärung abgegeben hast?

Sitzt du gerade an deiner Masterarbeit und möchtest dich ablenken?

Bist du einsam, weil heute keiner Zeit hat sich mit dir zu treffen?

Hattest du einen ätzenden Tag und möchtest dich mit einer Tafel Schokolade trösten?

Hast du wirklich Hunger oder möchte ein unangenehmes Gefühl deine Aufmerksamkeit, das du mit etwas Leckerem zum Schweigen bringen möchtest?

Meistens verlangen diese Gefühle nicht nach einem Salat. Auf deinen empfindsamen Bauch nehmen sie keine Rücksicht.

Deshalb ist es wichtig, dass du dir für solche Situationen ein Ausweichmanöver zurecht legst.

Verträglicher ist ein kleiner Spaziergang durch deinen Lieblingspark. Bei akuter Einsamkeit hilft ein Anruf bei der besten Freundin. Während der Pause von der Steuererklärung kochst du dir einen herrlich duftenden Tee. Und bei Stress hilft Sport oder eine entspannende Meditation. Und deine Lieblingsmusik hebt deine Laune.

Dein Bauch freut sich, wenn du ihn nicht mit unverträglichem Essen belastest. Noch dazu, wenn du eigentlich gar keinen Hunger hast.   

#2 Was isst du?

Wenn du Hunger hast, mach dir bewusst, was du essen möchtest.

Greifst du aus Gewohnheit zu Süßkartoffeln, die dir gut schmecken, aber die du nicht verträgst?

Muss es ein Schokoriegel sein oder schmeckt eine Banane mit Mandelmus auch lecker und liefert dir noch dazu mehr Energie?

Vor allem im Stress soll das Essen schnell gehen und wenig Zeit in Anspruch nehmen. Und wenn neue Essensgewohnheiten noch nicht fest in dir verankert sind, greifst du womöglich unbewusst zu Unverträglichem.

Du entscheidest dich in 95% der Fälle für etwas Verträgliches – ist ja klar, oder?

Wenn die anderen 5% eintreffen und etwas Unverträgliches auf deinem Teller landet, dann genieße jeden einzelnen Bissen.

Schlinge dein Essen nicht vor lauter Freude über diese Ausnahme herunter. Damit ist die Gefahr größer, dass der schöne Moment zu schnell vorbei ist und du einen Nachschlag möchtest. Lade dir deinen Teller auch nicht euphorisch zu voll. Wenn du jeden Bissen genießt, reicht auch eine kleine Portion. Umso weniger Unverträgliches du isst, umso weniger Beschwerden quälen dich hinterher.

#3 Wie isst du?

Kauen, kauen, kauen

Kaust du dein Essen langsam wie eine Kuh oder schlingst du es herunter wie eine Schlange?

Orientiere dich in diesem Fall an der Kuh. Kaue dein Essen genüsslich und lange.

Rollst du jetzt genervt mit den Augen, weil deine Oma dich schon genervt hat, dass du gründlich kauen sollst? Dann muss ich dir sagen, dass sie dieses Mal recht hatte. Nur hätte sie dir auch erklären sollen, warum es so wichtig ist, gut zu kauen.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund.

Durch das Kauen zerkleinerst du das Essen und es wird mit dem Speichel vermischt. Mit dem Speichel wird ein Enzym ausgeschüttet, das die Kohlenhydrate verdaut. Und damit beginnen sie direkt im Mund. Wenn du wenig kaust und das Essen schnell herunterschluckst, haben sie nur wenig Zeit das Essen zu verarbeiten.

Aber warum ist es noch wichtig lange zu kauen?

Umso länger du dein Essen kaust, umso größer ist die Angriffsfläche für die Verdauungsenzyme. Außerdem kann das Essen im Dünndarm gründlich verdaut werden. Die Verdauung ist vom Körper so gedacht, dass sie bereits im Mund beginnt. Wenn du zu wenig kaust, überspringst du diesen Schritt, den Magen und Darm nicht aufholen können.

Unverdaute Essensreste können faulen und gären. Die Gase, die dabei entstehen, können dem Darm schaden und Beschwerden hervorrufen.

Außerdem isst du nicht über dein Sättigungsgefühl hinaus. Durch hektisches Essen nimmst du das Sättigungsgefühl womöglich gar nicht wahr. Und es tritt erst nach 15 bis 20 Minuten ein.

Hinsetzen!

Kennst du das? Du eilst zum Kühlschrank und schiebst dir deinen Snack direkt in den Mund. Schließlich möchtest du Zeit sparen.

Der Nachteil: Du isst mit großer Wahrscheinlichkeit mehr, als du dir die Zeit nimmst, am Tisch zu essen.

Wenn du hektisch isst, kaust du weniger und schluckst mehr Luft, die zusätzliche Beschwerden auslösen kann.

Und mit am Tisch zu essen meine ich den Esstisch – nicht den Schreibtisch. Das ist eine meiner schlechten Essgewohnheiten, von der ich mich immer noch nicht komplett befreit habe.

Handy weg und Fernseher aus

Beim Essen mit deiner besten Freundin schreiben, den neusten Artikel auf deinem Lieblingsblog lesen oder in einen Podcast reinhören – all das lenkt dich das vom Essen ab. Du kaust nicht lang genug und isst mehr als nötig.

Zum Essen nichts trinken

Durch Wasser wird die Magensäure verdünnt. Dadurch dauert die Verdauung länger. Besser ist es, wenn du 30 bis 60 Minuten vor dem Essen nichts mehr trinkst und zwei Stunden nach dem Essen wieder mit dem Trinken beginnst. Wenn du durstig wirst, trinkst du natürlich etwas.

Dankbarkeit

Bevor du anfängst zu essen, sei dankbar für dein Essen. Dass wir heute Essen im Überfluss haben, ist uns oft gar nicht mehr bewusst. Unsere Großeltern dagegen hatten oft nur wenig oder teilweise nichts zu essen.

Bedanke dich bei allen, die daran beteiligt waren, bis dein Essen bei dir auf dem Teller gelandet ist: Dem Bauern, der es angebaut und geerntet hat, dem Lieferanten, der es zum Supermarkt um die Ecke gefahren hat und dem Koch, der es zubereitet hat – ja, das kannst auch du sein.

Damit machst du dir gleichzeitig bewusst, woher dein Essen kommt. Ist es ein Salat, der unter freiem Himmel gewachsen ist oder eine Tiefkühlpizza, die mit chemischen Stoffen in einer Fabrik zusammengestellt wurde?

Beginne heute damit bewusst zu essen.

Frage dich vor dem Essen, ob du wirklich Hunger hast oder dich ablenken möchtest. Wähle zur Ablenkung etwas anderes als Essen, wie z.B. Deine Lieblingsmusik zu hören.

Wenn du Hunger hast, entscheide dich bewusst für dein Essen. Wenn es etwas Unverträgliches sein muss, genieße diese Ausnahme mit allen Sinnen.

Unterstütze beim Essen deine Verdauung und kaue dein Essen gründlich. Setze dich gemütlich an den Tisch zum Essen. Handy und Fernseher bleiben aus – es gibt nur dein Essen und dich.

Sei dankbar, dass du jeden Tag genügend zu Essen hast.

Schlingst du noch oder genießt du schon?
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