Vermeide diese 5 Fehler bei Smoothies mit Unverträglichkeiten

Volle Transparenz: Dieser Artikel enthält werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link.

Smoothies mit Unverträglichkeiten - Vermeide diese 5 Fehler

Smoothies stiegen in den letzten Jahren zu wahren Social-Media-Stars auf. In den schillerndsten Farben präsentieren sie sich in kunstvoll angerichteten Gläsern.

Sie erobern ganze Städte mit Smoothie-Bars und Hochleistungsmixer erleben dank ihnen einen Durchbruch in vielen Küchen.

Mit ihren Vitaminen und Nährstoffen stehen sie zu recht im Rampenlicht.

Was keiner erwähnt: Falsch zubereitet, z.B. mit zu viel Obst, oder mit einem empfindsamen Darm können sie schmerzhaftes Chaos im Bauch anrichten.

Denn was kaum jemand weiß: Jeder Mensch kann nur eine begrenzte Menge Fructose im Dünndarm aufnehmen.

Große Mengen Fructose enthalten viele Obstsorten, wie Äpfel, Mango, Birnen oder Pfirsiche. Kann die Fructose nicht komplett aufgenommen werden, wandert in den Dickdarm und wird dort von den Bakterien zersetzt, die eigentlich für andere Aufgaben verantwortlich sind. Dabei entstehen Gase, die für Blähungen und Bauchkrämpfe sorgen.

Vor kurzem erzählte mir eine Freundin, dass sie seit Neustem jeden Morgen einen Smoothie trinkt, um sich etwas Gutes zu tun. Grundsätzlich eine gute Idee, da viele nicht auf die täglich empfohlene Menge an Obst und Gemüse kommen – das sind zwei Hände voll Obst und drei Hände voll Gemüse, falls du dich das gerade gefragt hast.

Als ich sie darauf hinwies darauf zu achten, dass sie nicht zu viel Obst und damit Fructose auf ein Mal zu sich nimmt, war die Verwirrung groß. Schließlich gilt Obst als gesund. Das ist es auch, aber nicht in riesigen Mengen.

Wie viel Fructose jeder einzelne aufnehmen kann ist individuell. Wenn du Fruktosunverträglichkeit, einen Reizdarm oder Probleme mit FODMAPs hast, solltest du diesen Trend mit Vorsicht genießen. Denn dann kann dein Dünndarm nur kleine Mengen Fruktose aufnehmen.

Als ich noch nichts von meinen Unverträglichkeiten wusste, trank ich vielleicht fünf Mal einen Obstsmoothie. Dass ich davon Bauchkrämpfe bekam, wundert mich heute nicht mehr.

Bis vor ein paar Wochen machte ich deshalb einen großen Bogen um Smoothies.

Naja, manchmal schlich ich im Supermarkt mit Lust auf etwas Fruchtiges am Smoothie-Regal vorbei und studierte die Zutatenliste, ob nicht doch einer für mich in Frage kommt. Aber die meisten sind mit Äpfeln als Grundlage unverträglich.

Wie kam es dazu, dass ich meine Meinung ändere?

Auf Pinterest begegneten mir immer wieder Bilder von grünen Smoothies. Plötzlich kam mir die Erkenntnis, dass ich aus verträglichen Zutaten einen Smoothie zusammen stellen kann. Blattgemüse ist in der Regel gut verträglich und verträgliches Obst könnte ich in kleinen Mengen verwenden. Keine Ahnung, warum mir die Idee nicht schon früher kam.

Bei Smoothies mit Unverträglichkeiten ist es besonders wichtig, ihn richtig zu verzehren. Wie genau und das Rezept findest du hier.

Außerdem solltest du – und auch jeder andere, der Smoothies nicht gewöhnt ist – folgende Fehler vermeiden.

Fehler bei Smoothies mit Unverträglichkeiten

Fehler 1: Zu viel Obst

Wie oben bereits erwähnt, kann jeder nur eine bestimmte Menge Fructose aufnehmen. Durch den Mixer gejagt sieht das Obst plötzlich gar nicht mehr so viel aus. Das verleitet es dazu, noch mehr Obst dazu zu schnippeln, um einen größeren Smoothie zu erhalten. Dadurch enthält er am Ende noch mehr Fructose.

Verwende Obst in kleinen Mengen, wenn du Unverträglichkeiten oder einen Reizdarm hast.

Fehler 2: Zu große Mengen auf einmal

Gewöhne deinen Bauch langsam an Smoothies und Rohkost. Bestimmte Arten von Darmbakterien sind dafür verantwortlich Gemüse und Obst zu verdauen. Sie passen sich an deine Ernährung an. Wenn du plötzlich viel mehr Gemüse und Obst isst, als bisher, gibt es noch nicht genügend Bakterien, um es zu verdauen. Wenn du die Portionsgröße langsam steigerst, wissen sie, dass mehr von ihnen gebraucht werden und vermehren sich.

Für den Start reicht ein Glas Smoothie pro Tag aus.

Fehler 3: Den Smoothie schnell trinken

Ein flüssiger Smoothie verleitet dazu ihn schnell zu trinken. Dabei enthält er Gemüse und Obst, das verdaut werden muss. Und die Verdauung beginnt beim Kauen. Im Speichel sitzen Enzyme, die anfangen das Obst und Gemüse zerlegen. Im Darm wird die Verdauung fortgesetzt und beendet.

Wenn du den Smoothies nicht kaust, überspringst du einen Schritt in der Verdauung und der Darm hat mehr Arbeit. Im schlechtesten Fall kommt er nicht hinterher und die unverdauten Reste wandern in den Dickdarm. Dort fallen Bakterien darüber her und bilden dabei Gase, die zu Blähungen und Bauschmerzen führen.

Klar, einen Smoothie kannst du nicht wie ein Stück Karotte kauen. Es reicht schon, wenn du kleine Schlucke nimmst und den Smoothie mit Speichel mischst.

Bereite den Smoothie am Anfang lieber dickflüssig dazu und löffel ihn. Dann fällt es dir leichter kleine Schlucke zu nehmen und sie einzuspeicheln. Außerdem entsteht so das Gefühl etwas zu essen und zu kauen.

Fehler 4: Eiweiß, Fett oder Stärke im Smoothie

Der Körper braucht länger, um Fett (z.B. Olivenöl), Eiweiß (z.B. Milchprodukte oder Mandeln) und Stärke (z.B. Kartoffeln oder Kürbis) zu verdauen. Das bedeutet, dass diese Zutaten länger im Magen bleiben als Gemüse und Obst in Form von Kohlenhydraten.

Zusammen mit Fett bleiben die Kohlenhydrate jedoch länger im Magen. Dort warten sie aber nicht, bis sie im Darm sind und beginnen zu Gären. Die Gase sorgen für Bauchschmerzen und Blähungen.

Deshalb ist es besser, den Smoothie nur aus Gemüse, Obst und Wasser herzustellen.

Ausnahme: Kokosöl. Es wird anders verdaut als herkömmliches Fett und hilft dabei fettlösliche Vitamine besser aufzunehmen.

Fehler 5: Kein Abstand zum Essen

Wie bereits erwähnt, benötigt der Körper länger um Fett und Eiweiß zu verdauen. Deshalb solltest du eine halbe Stunde warten, bis du nach dem Smoothie etwas isst.

Der Körper kann die Nährstoffe aus dem Smoothie am besten aufnehmen, wenn du ihn auf leeren Magen trinkst. Damit er im Magen nicht auf ein fett- oder eiweißreiches Essen trifft und dort womöglich vor sich hingerät, wie oben erwähnt, sollte ein ausreichender Abstand zu so einem Essen eingehalten werden.

Was du bei Histaminintoleranz zusätzlich beachten solltest, kannst du hier nachlesen.

Warum überhaupt einen grünen Smoothie trinken?

Wenn dir die ganze Sache zu heikel mit deinem empfindsamen Bauch und deinen Unverträglichkeiten ist, dann lass die Finger davon.

Ich möchte dich nicht überreden zum Grünen-Smoothie-Fan zu werden.

Falls du dich noch nicht an Smoothies mit Unverträglichkeiten getraut hast, möchte ich dich ermutigen, das Experiment zu starten. Denn sie bringen unzählige Vorteile mit. Einige davon sind:

  • Die perfekte Sommer-Getränk-Mahlzeit
    Ist dir bei sommerlichen Temperaturen nach leichtem Essen, wie Salat oder gedünstetem Gemüse? Mit einem Smoothie bringst du Abwechslung in die Gemüseküche. Mit einer gefrorenen Banane oder Eiswürfeln wird er herrlich erfrischend – allerdings ist er dann schwerer verdaulich.

 

  • Du magst kein grünes Blattgemüse
    Wenn du Salat, Spinat, Brokkoli und Co nicht gerne isst, probiere sie im Smoothie. In Kombination mit etwas verträglichem Obst ergeben sich herrlich schmeckende Smoothies.

 

  • Du kommst auf deinen täglichen Gemüsebedarf
    Wenn es dir schwer fällt zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich zu verputzen, hilft dir ein Smoothie dabei.

 

  • Ein Smoothie ist schnell zubereitet
    Keine Lust zu kochen? Dann mix dir schnell einen Smoothie. Er macht tatsächlich vorübergehend satt, denn du versorgst deinen Körper mit einer Ladung Vitamine und Nährstoffe, die für das Sättigungsgefühl sorgen.

 

  • Gesunde Bitterstoffe
    In Blattgemüse und Gewürzen stecken gesunde Bitterstoffe. Sie sorgen z.B. für eine gesunde Darmflora, unterstützen die Verdauung, stärken das Immunsystem und sorgen dafür, dass der Körper entsäuert. Perfekt für uns Weglasser. Außerdem sind sie ein natürliches Anit-Aging-Mittel.

Smoothies mit Unverträglichkeiten – Zusammenfassung

Smoothies mit Unverträglichkeiten sind also möglich und sogar hilfreich. Starte mit einem kleinen Glas Smoothie und verwende verträglichen Zutaten. Achte darauf, dass du ihn in Ruhe genießt und nicht auf ein Mal herunterstürzt.

Damit er optimal verdaut werden kann, verwende keine Fette, Eiweiße und stark stärkehaltigen Zutaten. Warte eine halbe Stunde mit einer festen Mahlzeit, falls du danach etwas essen möchtest.

Ein Smoothie versorgt dich mit Nährstoffen und Vitaminen. Seine Bitterstoffe unterstützen die Verdauung und die Darmflora.

Im Sommer eignet er sich als erfrischende Mahlzeit und ist schnell zubereitet.

Du bist nicht überzeugt? Dann iss die Zutaten einfach so.

Welche Erfahrung hast du mit grünen Smoothies mit Unverträglichkeiten gemacht? Teile sie in den Kommentaren mit uns.

Vermeide diese 5 Fehler bei Smoothies mit Unverträglichkeiten
Beitrag gepostet in Artikel
Nach oben scrollen
Pin21
E-Mail
Pocket