Achtung: Checke diese 3 Punkte bevor du mit der Ernährungsumstellung startest

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Mit einem großen Ausrutscher fing alles an.

Der unterlief mir während ich 6 Monate auf Bali arbeitete. Und damit fingen auch meine Magen-Darm-Geschichten an.

Dass man in tropischen Ländern Eis nur abgepackt essen soll, hatte ich vorher mehrere Male gelesen. Doch als ich mit meinem besten Freund auf den Gili Islands war, ließen wir es uns beim Essen gut gehen. Nach einer leckeren Fischplatte gönnten wir uns noch eine Kugel Eis.

Es war Nebensaison und ich vermute, dass das Eis aus der Vorsaison war. Wahrscheinlich hat es bereits ein paar Monate in der Gefriertruhe vor sich hingetaut. Ob meine Beschwerden wirklich vom Eis kamen, kann ich natürlich nicht beschwören. Es ist aber naheliegend und hat mir die ein oder andere hochgezogene Augenbrauen beschert. Für alle Augenbrauen: Ich esse seit dem nicht mal mehr abgepacktes Eis in tropischen Ländern.

Am nächsten Tag war mir übel. Am darauf folgenden Tag ging es mir richtig schlecht. Wir waren zum Glück wieder auf Bali in meiner Unterkunft. Ich hing auf der Toilette und fühlte mich kraftlos und schwach. Im Krankenhaus wurde mir Amöbenruhr diagnostiziert und ein Antibiotikum verordnet. Ich gehe davon aus, dass es meinen Bauch durcheinanderbrachte. Nach einer Woche ging es mir glücklicherweise wieder besser.

Von da an hatte ich jedoch immer mal wieder kleine Magen-Darm-Geschichten. Zurück in Deutschland wurden meine Beschwerden nicht besser. Das ist anfangs nicht ungewöhnlich, da sich der Körper wieder an die heimische Nahrung gewöhnen muss.

Wenn auch du, aus welchen Gründen auch immer, regelmäßig Bauchschmerzen oder -krämpfe, Durchfall, Verstopfung oder irgendwelche anderen Magen- oder Darmleiden hast, dann ist es an der Zeit herauszufinden, wer oder was dir Probleme bereitet und den Störenfried aus der Welt zu schaffen.

Hier habe ich dir drei (bzw. vier) Schritte zusammengestellt. Bevor du mit einer Ernährungsumstellung startest, solltest du sie abgehakt haben. 

#1 Gehe zum Arzt

Wenige Wochen nach meiner Rückkehr ging ich sicherheitshalber zum Tropeninstitut, da ich Angst hatte mir etwas Ernsthaftes eingefangen zu haben. Dort checkten die Ärzte mich von oben bis unten durch und nahmen sich geschlagene zwei Stunden für mich Zeit, um meine Beschwerden zu ermitteln und einen Auslöser zu finden. Glücklicherweise war ich auf dem Papier gesund, auch wenn ich mich nicht wirklich so fühlte.

Die Suche ging weiter und so hangelte ich mich von Hausarzt zu Internist zu Gastroenterologe, bis ich von Ultraschall, Magen- und Darm-Spiegelung und MRT alle Untersuchungen mitgenommen hatte. Auf dem Papier war ich immer noch gesund. Einerseits war ich erleichtert andererseits verwirrt, weil ich mich alles andere als wohl gefühlt habe.

Bevor du an deiner Ernährungsweise herum schraubst, statte deinen Ärzten den ein oder anderen Besuch ab um sicher zu gehen, dass dir nichts Ernstes fehlt, was behandelt werden muss. Wenn du beispielsweise eine Entzündung im Darm hast, reagiert dieser auf Essen empfindlich, weil er gereizt ist und nicht, weil du eine Unverträglichkeit hast.

Erkundige dich im Bekanntenkreis nach vertrauenswürdigen Ärzten. Oder recherchiere im Internet nach Ärztelisten, die du z.B. in Foren für Unverträglichkeiten findest. Lass dich nicht entmutigen, wenn du nicht sofort den Arzt deines Vertrauens findest. Ich war lange auf der Suche und muss zugeben, dass mein Vertrauen in die Schulmedizin geschrumpft ist (dazu mehr unter Schritt 4).

#2 Kläre Unverträglichkeiten und Allergien ab

Frage bei deinem Gastroenterologe nach einem H2-Atemtest für Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Fruktoseintoleranz.
Bei mir wurde damit Fruktoseintoleranz festgestellt. Durch die fruktosearme Ernährung wurden meine Beschwerden besser, verschwanden aber nicht vollständig. Wenn du mit der FODMAP Diät startest ist es wichtig zu wissen, ob du eine Fruktoseunverträglichkeit hast, da du dann darauf achten solltest, welche Obstsorten du isst.

Zöliakie kann durch eine Darmspiegelung festgestellt werden. Glutenintoleranz zu testen macht nicht unbedingt Sinn, da beim Bluttest nur nach einem problemverursachenden Stoff untersucht wird, es jedoch noch weitere gibt.

Allergien auf Lebensmittel sollten ebenfalls getestet werden. Falls du Heuschnupfen hast, kann eine Kreuzallergie vorliegen. Das bedeutet, dass du bestimmte Lebensmittel nicht verträgst, wenn du auf Pollen allergisch reagierst. Wenn du z.B. auf Baumpollen allergisch bist, kann es sein, dass du keine Äpfel verträgst. 

#3 Suche dir einen Ernährungsberater

Wenn du eine Intoleranz hast, suche einen Ernährungsberater auf. Auch wenn du mit der FODMAP Ernährung startest, kann dir ein Ernährungsberater weiterhelfen.

Vor allem, wenn du dich vorher noch nicht näher mit Ernährung beschäftigt hast, ist eine Ernährungsberatung ein wichtiger Schritt. Hier erfährst du, wie du dich ausgewogen ernährst, das heißt wie du alle wichtigen Nährstoffe in die Ernährung integrierst und welche Nahrungsmittel du für ein paar Wochen erst einmal weglassen solltest.

Ein Ernährungstagebuch zu führen hilft den Beschwerden auf den Grund zu kommen. Mit dessen Hilfe kann der Ernährungsberater dir hilfreiche Tipps für deine Ernährung geben oder ermitteln welche Nahrungsmittel du ggf. zusätzlich weglassen solltest. Ich kann dir wärmstens empfehlen ein Ernährungstagebuch zu führen. Es ist anfangs ehrlich gesagt etwas umständlich alles was gegessen wird sowie sämtliche Beschwerden aufzuschreiben, aber die Mühe lohnt sich! Du kannst deine Aufschriebe immer mal wieder durchgehen und so Übeltäter ausfindig machen.

Manche Krankenkassen zahlen die Ernährungsberatung anteilig. Es ist wichtig, dass du dich vor der Ernährungsberatung bei deiner Krankenkasse erkundigst, wie viel der Kosten sie übernimmt und dir eine Liste der Ernährungsberater geben lässt, die bezuschusst werden.

#4 Hol dir Unterstützung in der Alternativmedizin

Ein zusätzlicher Schritt, der nicht jedermanns Sache ist. Doch wenn du das Gefühl hast, dass die Ärzte dir nicht weiterhelfen können, scheue dich nicht davor einen Heilpraktiker oder Osteopath aufzusuchen. Oft kommt die Schulmedizin nicht weiter und es hilft einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Freunde und Bekannte haben mich oft skeptisch angeschaut und ich konnte ihnen ansehen wie sie innerlich den Kopf geschüttelt haben, wenn ich erzählt habe, dass ich zum Heilpraktiker gehe. Vielleicht bist auch du alternativer Medizin eher misstrauisch gegenüber, was ich verstehen kann, da es inzwischen Heilpraktiker wie Sand am Meer gibt.

Mein Heilpraktiker war Schulmediziner und hat sich auf Heilpraxis spezialisiert, was aus meiner Sicht eine vielversprechende Kombination ist. Zusätzlich sollte er auf den Magen-Darm-Trakt und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert sein. Behalte diese Option einfach im Hinterkopf und schau, ob sie etwas für dich ist. Mir konnte der Heilpraktiker sehr gut weiterhelfen. 

Es ist wichtig, dass du bei einem Arzt abklären lässt, ob du ernsthafte Erkrankungen, eine Unverträglichkeit oder Allergie hast. Das ist mir persönlich auch ganz wichtig noch einmal in Hinblick auf Weglasserei zu erwähnen. Weglasserei ist kein Ersatz für einen Besuch beim Arzt. Aber wahrscheinlich hast du schon einen Ärztemarathon hinter dir.

Wenn du eine Unverträglichkeit oder Allergie hast, ist ein Termin beim Ernährungsberater oft hilfreich. Dort bekommst du erklärt, wie du dich ausgewogen ernährst und auf was du achten sollst

Du hast alle Punkte für dich abgeklärt? Super, dann stürze dich in das Abenteuer Ernährung, falls du nicht schon mitten drin steckst.

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