So sündigst du richtig – Naschen mit Unverträglichkeiten

Volle Transparenz: Dieser Artikel enthält werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link.

naschen mit unvertraeglichkeiten

Naschen mit Unverträglichkeiten – manchmal muss das einfach sein.

Ein Stück Schokolade an einem schlechten Tag – oder eine ganze Tafel an einem beschissenen Tag.

Eine knusprige Pizza im Urlaub oder die Lust auf einen Apfel.

Geht es dir auch so?

Wenn nein: Respekt! Bitte schreib mir unbedingt wie du das machst.

Wenn ja: Nicht schlimm. Essgewohnheiten zu ändern braucht Zeit. Und schließlich geht es im Leben um Genuss und Lebensfreude. Und sich auf Dauer alles zu verbieten macht keinen Spaß.

Dass Schokolade ungesund ist, ist nichts Neues. Aber zwischendurch gibt sie ein gutes Gefühl.

Genieße deine unverträgliche Leckerei und iss so wenig wie möglich davon.

Wenn ich mir erlaubte etwas Unverträgliches zu essen, folgte oft ein altbekannter Gedanke: “Jetzt bekomme ich wahrscheinlich sowieso Bauchschmerzen, also kann ich auch noch den Rest der Schokotafel verputzen.” Das war oft der Startschuss für noch mehr unverträgliches Essen. Der Schokolade folgten Pizza und Eis. Und Bauchkrämpfe mit langen Toilettensitzungen.

Aber bei einer Unverträglichkeit sorgen nicht nur Süßigkeiten und Zucker für Bauchschmerzen. Auch Kichererbsen, Linsen und FODMAP-reiche Obst- und Gemüsesorten können Chaos im Bauch anrichten.

Was also tun, wenn die Lust auf etwas Unverträgliches riesig groß ist und du sie nicht ignorieren kannst?

Die Antwort lautet: So gesund und verträglich naschen wie möglich. Desto weniger du etwas verträgst, umso weniger solltest du davon essen. Wie das geht, zeige ich dir jetzt.

Was mir noch wichtig ist vorher zu sagen: Ich gebe dir hiermit nicht die Erlaubnis ab heute Ungesundes und Unverträgliches zu essen. Aber ich weiß, dass sich Essgewohnheiten nicht mit einem Fingerschnipsen ändern lassen. Und dass die Seele machmal etwas braucht, was der Bauch nicht verträgt.

Diese Tipps sind für Ausnahmen und Notfälle.

Verstanden? Ok, los geht’s:

Schokolade

Greife zu Schokolade mit über 70% Kakaoanteil. Umso mehr Kakao die Schokolade enthält, desto weniger Zucker und Milch ist drin. Inzwischen esse ich die mit über 80% Kakaoanteil am liebsten – obwohl ich früher nicht einmal die Halbbitterschokolade mochte.

Der Vorteil: Umso höher der Kakaoanteil, desto weniger kannst du davon essen. Ich gebe zu, dass der Geschmack gewöhnungsbedürftig ist. Nimm anfangs nur einen Bissen in den Mund und lasse ihn dort schmelzen. Ideal ist die Eingewöhnung, wenn du die Zeit davor wenig Süßes gegessen hast.

Chips

Bist du eher der Chips-Typ? Wenn es Chips sein müssen, schnapp dir die gesalzen. Und schau dir unbedingt die Zutatenliste an, weil sich in Salzchips oft Zucker, Hefe, Milchpulver oder andere Zusätze verstecken. Wenigstens auf die Zusatzstoffe solltest du verzichten. Ungesund sind sie mit ihrem hohen Fettanteil trotzdem.

Die gesündere Alternative sind ungesalzene Para- oder Pecannüsse, selbstgemachtes Popcorn oder Sonnenblumen- und Kürbiskerne.

Gummibärchen

Wenn es Gummibärchen sein müssen, empfehle ich dir von Frusano*. Sie sind mit Traubenzucker gesüßt und bei Fructoseunverträglichkeit bekömmlicher. Du bekommst sie bei dm oder im Frusano Online-Shop.

Achte ansonsten darauf, dass Glucosesirup in der Zutatenliste an erster Stelle steht. Dann enthalten sie mehr Glucose als Fructose.

Gummibärchen mochte ich noch nie besonders. Deshalb habe ich hier keinen weiteren Tipps mehr auf Lager. Schreibe gerne einen Kommentar, wenn du dich damit auskennst.

Obst und Gemüse

Wenn dich die Lust auf unverträgliches Obst überkommt, iss so wenig wie möglich davon und am besten mit etwas Verträglichem zusammen. Du hast extra dafür eingekauft und noch etwas übrig? Dann gib den Rest an Freunde, Familie, Nachbarn oder Kollegen weiter.

Einmal im Jahr überkommt mich die Lust auf Apfelgeschmack. Dann klaue ich meinem Freund ein Stück oder kaufe Apfelmus. Ich schnappe mir das kleinste Glas, im Idealfall mit Banane oder Aprikose gemischt, damit etwas Verträgliches dabei ist. Ich versuche so wenig wie möglich davon zu essen und kombiniere es mit Pancakes oder einer anderen Grundlage. Wenn ich das ganze Gläschen esse, stelle ich mich vorsichtshalber auf Bauschmerzen ein.

Wenn du Fructoseunverträglichkeit hast: Iss trotzdem regelmäßig Obst und Gemüse. Probiere nach der Karenzphase immer wieder mit Mini-Portionen aus, ob du wieder Obst und Gemüse verträgst, das dir vorher nicht bekommen ist. Wenn du gar kein Obst oder Gemüse mehr isst, wird die Unverträglichkeit noch schlimmer, weil dein Körper sich entwöhnt.

Nudeln

Wenn dich die Lust auf Pasta überkommt, bereite dir aus Zucchini, Pastinaken oder Karotten Gemüsenudeln zu. Oder probiere Reisnudeln, die gibt als Bandnudeln* oder Spirellis*. Wenn du Gluten verträgst, dann entscheide dich für den verträglicheren Dinkel.

Schoko-Nuss-Creme

Bist du süchtig nach einer berühmten Schokocreme? Dann empfehle ich dir die gesündere Variante aus Nussmus, Reissirup und Kakao selbst zu mixen. Wenn du dich an den herrlichen Nuss- und Schokoladengeschmack gewöhnst, wirst du vom Original enttäuscht sein.

So ging es mir, als ich eine Zeit lang mein Schokoverlangen mit einem Haselnussmus-Reissirup-Kakaomix stillte. Das Original schmeckte danach viel zu süß und kaum schokoladig. Nüsse konnte ich nicht herausschmecken. Inzwischen freue ich mich darüber, dass ich die berühmte Schokocreme nicht mehr brauche.

Wenn du Haselnüsse nicht verträgst, verwende anderes Mus, z.B. aus Mandeln, Erdnüssen oder Erdmandeln*. Von Werz* gibt es eine fructosearme Variante zu kaufen.

Zucker

Wenn du Süße in dein Essen bringen möchtest, verwende Reissirup* oder Stevia. Beide sind fructosearm.

Wenn du Banane verträgst, kannst du damit Kekse, Kuchen, Eis oder Pancakes süßen.

Gewürze wie Vanille, Zimt, Kardamom oder abgeriebene Zitronenschale geben Geschmack. Er bereichert so sehr, dass zusätzlicher Zucker oder andere Süßungsmittel oft überflüssig werden. Probier es mal aus.

Soßen und Dips

Erdnussbutter mit Zusätzen und Zucker kannst du durch Erdnussmus ersetzen. Schau dir unbedingt die Zutatenliste an, denn oft schummeln sich Zusätze rein.

Als Grundlage für Soßen oder zum Andicken eignet sich Mus aus Mandeln, Erdnüssen, Sesam (Tahin)* oder Sonnenblumenkernen.

Wenn es Ketchup sein soll, dann stelle es dir aus Tomatensoße und Gewürzen selbst her. Oder greife zum fructosefreien Ketchup von Frusano*.

Mir hat das Naschen mit Unverträglichkeiten sogar geholfen von Ungesundem und Unverträglichem los zu kommen. Wenn ich davor wochenlang verträglich – und damit gesund – gegessen hatte, schmeckten mir meine geliebten Süßigkeiten gar nicht mehr so gut.

Fest steht aber, dass du mit unverträglichem Essen deinen Bauch durcheinander bringst. Besonders, wenn du deine Ernährung zum ersten Mal umstellst. Mache dir die Konsequenzen für etwas Unverträgliches bewusst und ob sie es wert sind.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag veröffentlichen soll. Schließlich geht es in der Weglasserei um gesundes Essen mit Unverträglichkeiten. Und heute weise ich dich auf Ungesundes und Unverträgliches hin.

Aber wir sind Menschen und keine Maschinen, in die wir einfach einprogrammieren können, dass wir ab heute nur noch gesund und verträglich essen. Abgesehen davon, dass das Leben ohne zu genießen keinen Spaß macht.

Und du hast ja verstanden, dass es bei Ausnahmen bleibt – oder?

Auf welche Leckerei möchtest du niemals verzichten? Teile sie in den Kommentaren mit uns.

So sündigst du richtig – Naschen mit Unverträglichkeiten
Beitrag gepostet in Artikel
Nach oben scrollen
Pin20
E-Mail
Pocket