8 Anfängerfehler mit Unverträglichkeiten und wie du sie vermeidest

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tipps bei unvertraeglichkeiten

Wenn dich seit Monaten Blähungen und Durchfall quälen, fängst du irgendwann an etwas dagegen zu unternehmen.

Die erste Anlaufstelle ist meistens der Arzt. Doch der lässt dich schnell alleine stehen – oft mit der Diagnose Reizdarm und „da kann man nichts machen“. Also informierst du dich selbst. Dank dem Internet hast du innerhalb einer Stunde so viele Infos, um ein Buch damit zu füllen. Du entscheidest dich für die Info, die dir am sinnvollsten erscheint: Du solltest mal gesünder essen. Doch das kann mit einer Unverträglichkeit nach hinten los gehen – wenn du weißt, was ich meine…

Meine Anfängerfehler habe ich für dich zusammengestellt, damit du deinen Beschwerden schneller auf die Spur kommen kannst.

Anfängerfehler #1 Du hast deine Ernährung auf “gesund” umgestellt

Das war der größte Fehler, den ich gemacht habe: Zu denken, dass gesundes Essen die Lösung für meine Beschwerden ist. Doch leider können bestimmte Gemüse- und Obstsorten, Vollkornprodukte, Bohnen und Milchprodukte empfindsame Bäuche durcheinander wirbeln. Diese Erkenntnis hat mich bei meinen Ernährungsexperimenten am meisten überrascht.

Das heißt nicht, dass du dich ab sofort von Fast Food ernähren sollst. Wenn du noch nicht weißt, welche Lebensmittel dir Probleme bereiten, probiere die FODMAP-Diät aus. Dabei lässt du Lebensmittel weg, die Verdauungsprobleme verursachen können. Und gehe bitte zum Arzt und lass dich auf Unverträglichkeiten testen.

Anfängerfehler #2 Du folgst einem Ernährungstrend

Unter diesem Fehler habe ich gelitten. Besonders als ich nach Paleo gegessen habe. In diesen zwei Wochen musste eine Toilette in wenigen Metern erreichbar sein. Ich möchte die Paleo Ernährung nicht schlecht machen. Wenn ich von meinen Unverträglichkeiten gewusst hätte, hätte ich sie daran anpassen können.

Ich finde die gesunden Ernährungstrends großartig, weil sie mehr Menschen zu gesunder Ernährung motivieren. Sie versprechen, dass es dir gut geht, wenn du danach isst.

Aber einem empfindsamen Bauch kann gesundes Essen Probleme bereiten, wie wir schon besprochen haben.

Rohkost ist schwer verdaulich, ebenso Hülsenfrüchte, die in der veganen Ernährung verwendet werden. Wenn du einen Ernährungstrend ausprobieren möchtest, betrachte ihn als Orientierungshilfe. Beobachte, ob dir jedes Lebensmittel bekommt. Gewöhne deinen Bauch z.B. langsam an Rohkost und lasse Hülsenfrüchte weg, wenn sie dir nicht bekommen.

Anfängerfehler #3 Du hörst auf Leute, die keine Ahnung haben

Das hört sich gemein an. Die Ratschläge sind ja meistens gut gemeint.

Leider helfen sie dir meistens nicht weiter. Vor allem wenn derjenige sich weder mit Ernährung noch mit Unverträglichkeiten auseinandersetzt.

Selbst wenn sich derjenige mit Ernährung beschäftigt, aber auf Rohkost schwört und sich damit so gut wie noch nie fühlt, gilt das nicht unbedingt für dich. Wahrscheinlich würdest du deinen Darm mit Rohkost total überfordern und höllische Bauchschmerzen bekommen.

Nimm den Ratschlag dankend an und denke in Ruhe darüber nach, ob er für dich Sinn macht. Spricht dich die Idee an? Würdest du dich damit wohlfühlen?

Anfängerfehler #4 Du glaubst dem Arzt, dass du nichts gegen deinen Reizdarm machen kannst

Wenn dir der Arzt einen Reizdarm diagnostiziert und dich mit dem Satz “Da kann man nichts machen” aus der Praxis entlässt, ist das im ersten Moment entmutigend. Schließlich hast du Beschwerden. Und heutzutage gibt es doch für alles eine Lösung, oder nicht?

Ich kann dich beruhigen: Die gibt es auch. Nur der Arzt kennt sie nicht. Oder möchte sie nicht kennen, weil er Beschwerden mit Medikamenten behandelt.

Gib nicht auf und werde selbst aktiv. Hole dir Hilfe bei einem Heilpraktiker oder Osteopathen. Recherchiere selbst im Internet und begib dich auf die Suche nach anderen Betroffenen. Ich weiß, dass es sehr anstrengend sein kann. Aber die Mühe lohnt sich.

Anfängerfehler #5 Du machst es dir in der Opferrolle bequem

Wenn ein Arzt (siehe Anfängerfehler #4) dir alle Hoffnungen geraubt hat, dass es dir wieder besser gehen wird, kann ich verstehen, dass du dich erst einmal auf der Couch einrollst und bemitleidest. Aber mach das bitte nicht jeden Tag. So macht das Leben keinen Spaß mehr.

Die Unverträglichkeiten können nicht wie eine Grippe behandelt werden. Aber du kannst deine Arbeit als Detektiv aufnehmen und anfangen zu forschen, was du tun kannst damit es dir besser geht. Wenn du dran bleibst, kannst du herausfinden, was die Beschwerden verursacht und die Übeltäter bekämpfen.

Anfängerfehler #6 Du ignorierst die Beschwerden hoffst, dass sie von alleine verschwinden

Eine Erkältung kannst du mit dieser Methode abwenden. Wenn deine Bauchbeschwerden dich schon länger plagen – wovon ich ausgehe, sonst wärst du nicht hier – lege dir lieber einen anderen Plan zurecht.

Falls du noch nicht beim Arzt warst, vereinbare einen Termin bevor du weiterliest!

Denn von alleine verschwinden die Beschwerden nicht, wenn du weiter machst wie bisher.  Wenn dir die Ernährungsumstellung zu kompliziert ist, taste dich langsam ran und beginne mit kleinen Schritten. Der erste kann ein Ernährungstagebuch sein.

Anfängerfehler #7 Du findest ein Ernährungstagebuch überflüssig

“Das kann ich mir schon merken, was ich gegessen habe”, dachte ich, als ich das erste Mal über das Thema Ernährungstagebuch stolperte. Der ehrliche Grund: Mir war es zu aufwändig. Und ja, das ist es. Aber ganz ehrlich: Kannst du dir über zwei Wochen merken, was du alles gegessen hast? Und welche Beschwerden du an jedem einzelnen Tag hattest? Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich vermute, damit kommst du an deine Grenzen.

Ein Ernährungstagebuch ist unglaublich hilfreich. Du kannst es immer wieder durchgehen und verdächtige Lebensmittel markieren und herausfinden, welche deinen Bauch durcheinander bringen.

Wie du ein Ernährungstagebuch führst erfährst du hier.

Anfängerfehler #8 Du achtest nur darauf was du isst

Jahrelang habe ich an meiner Ernährung herumgeschraubt und mich gewundert, dass meine Beschwerden nicht komplett verschwinden. Bis ich mir eingestanden habe, dass auch Stress meinen Bauch durcheinander bringt.

Schau dir deine aktuelle Situation an und sei ehrlich mit dir selbst. Hast du ständig Stress im Job? Belasten dich Projekte? Achten dich deine Kollegen? Oder belastet dich deine Partnerschaft? Sorgst du dich um deine Zukunft? Belastet dich ein Konflikt? Ist dein Terminkalender zu voll?

Du musst nicht direkt deinen Job kündigen oder deine Partnerschaft beenden. Entlarve belastende Situationen und schau, wie du sie bessern kannst.

Zusammenfassung

Unverträglichkeiten sind auf den ersten Blick undurchsichtig. Folge nicht einfach Ernährungstrends ohne darauf zu achten, ob sie Chaos in deinem Bauch anrichten. Achte auch bei gesunden Lebensmitteln darauf, ob du sie verträgst. Um das zu testen, kannst du die FODMAP-Diät ausprobieren.

Lass dich nicht von gut gemeinten Ratschlägen von Freunden oder Bekannten durcheinanderbringen, die sich mit Unverträglichkeiten nicht auskennen. Und lass dich nicht von Ärzten entmutigend, die meinen, dass du nichts gegen deinen Reizdarm oder deine Unverträglichkeiten machen kannst. Such dir bei einem anderen Arzt, Heilpraktiker oder Osteopath Hilfe.

Ignoriere deine Beschwerden nicht einfach. Fang an dich damit zu beschäftigen und einen Plan zu schmieden, was du dagegen unternehmen kannst, z.B. ein Ernährungstagebuch schreiben. Darin hältst du fest, was du isst und ob du anschließend Beschwerden hattest. So kannst du den Übeltätern auf die Spur kommen.

Auch Stress und Belastung kann sich auf deinen Bauch auswirken. Werfe deshalb einen Blick auf deine gesamte Lebenssituation.

Was hättest du gerne gewusst als du von deinen Unverträglichkeiten erfahren hast? Teile es in den Kommentaren mit uns.

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